Anabole Diät

Anabole Diät
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Bekanntermassen werden zur Gewichtsreduzierung unterschiedliche Diäten angeboten, die, individuell und bedarfsgerecht vorgenommen, letztlich auch zum Erfolg führen werden. Auch durch die anabole Diät (auch ketogene Diät genannt) wird es unter Beachtung wichtiger Faktoren und diverser Kriterien sicherlich gelingen, die Fettpolster nachhaltig zu reduzieren. Beachtenswert in diesem Zusammenhang ist, dass eine anabole Diät keinesfalls etwas mit den gefürchteten Anabolika zu tun hat. Vorrangig werden bei dieser Diät dem Körper Fett und Eiweisse zugeführt, wobei auf die Einnahme von Kohlehydraten weitestgehend verzichtet werden soll. Ziel ist es, auf diesem Wege durch die hohe Zufuhr von Proteinen die Muskelmasse zu erhalten oder zu steigern und zugleich durch die Reduzierung der Kohlehydrate die Fettdepots abzubauen. Bevorzugt wird die Form der Diät von Bodybuildern.

Warum nimmt man trotz fettreicher Nahrung ab?

Im Grunde scheint es widersprüchlich, durch fettreiche Nahrung das ungeliebte Fett abbauen zu können. Dieses ist jedoch auf die ureigenen körperlichen Mechanismen zurückzuführen. Die so genannte „Ketose“ bewirkt hierbei, dass der Körper gespeicherte Fettsäuren als Kohlehydratersatz betrachtet und darauf im Rahmen des Stoffwechsels zurückgreift. Ohne die Zufuhr der ansonsten wichtigen Kohlehydrate wie beispielsweise Zucker, die auch das Gehirn mit erforderlichen Nährstoffen versorgen, sinkt der Blutzuckerspiegel. Da diese Kohlehydrate nun nicht mehr in ausreichender Form zugeführt werden, greift der Körper nun von sich aus auf die gespeicherten Fettreserven zu. Dazu sind jedoch in keiner Form Muskeln oder die Muskelmasse betroffen. Hier werden lediglich die Fettdepots angegriffen.

Die passenden Nahrungsmittel

Wie bei den meisten Diäten ist es auch bei der anabolen Diät von erheblicher Bedeutung, dass eine Zufuhr der passenden Nahrungsmittel vorgenommen wird. Als Basis kann man hierbei zugrunde legen: 70 % Fett, 25 % Eiweiss, 5 % Kohlenhydrate. Dabei sollte bei der Fettaufnahme darauf geachtet werden, dass auch ein Übermass an tierischen Fetten eher schädlich als nützlich ist. Besonders empfehlenswert sind hier natürliche Fettsäuren wie beispielsweise Omega 3 und Omega 9 Säuren. Dazu stehen ausreichend entsprechende Nahrungsmittel zur Verfügung wie zum Beispiel:
  • Fisch (beispielsweise Lachs, Makrele, Hering)
  • Fleisch
  • Käse
  • Eier
  • Nüsse (z.B. Walnüsse, Haselnüsse)
  • Rapsöl
  • Olivenöl
  • Fetthaltige Milchprodukte (Käse, Sahne, Joghurt)
  • Speck (in geringem Umfang)
  • Gemüse
  • Salat
Dieses stellt nur eine geringe Auswahl an effizienten und durchweg gesunden Nahrungsmitteln dar. Entscheidend ist es, dass man auch bei einer anabolen Diät das Übermassverbot beachtet. Weitere Vorzüge dieser Diätform liegen bei der schnelleren Entwässerung des Körpers sowie dem maximalen Erhalt der Muskelmasse. Zudem wird hierbei das Hungergefühl unterdrückt, so dass man nicht schnell wieder zu Nahrungsmitteln greifen muss.

Nebenwirkungen sind nicht auszuschliessen

Wie bei vielen anderen Diäten sind auch bei der anabolen Diät Nebenwirkungen nicht auszuschliessen. Beeinträchtigung der Nierenfunktion oder gar eine Schädigung sowie Verdauungsschwierigkeiten, Müdigkeit und oftmals Unreinheiten der Haut können als Folge daraus auftreten. Daher ist es in jedem Fall empfehlenswert, sich bereits vor Beginn dieser Diät mit einem Mediziner in Verbindung zu setzen. Zudem ist es erforderlich, dass man seinem Körper ausreichend Zeit zur Verfügung stellt, sich auf diese Ernährungsumstellung einzustellen. Denn schliesslich ist dies ein gravierender Einschnitt in die bisherigen Essgewohnheiten. Dazu ist es auch nicht zu erwarten, dass sich durch die anabole Diät der Erfolg innerhalb kürzester Zeit einstellen wird. Der Vorgang der Gewichtsreduzierung wird auch hier die notwendige Zeit in Anspruch nehmen müssen, damit sich nachhaltige und dauerhafte Erfolge einstellen können.