South Beach Diät

South Beach Diät
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Die South Beach Diät wurde im Grunde von dem Kardiologen Arthur Agatston entwickelt. Nachdem er seinen Patienten Ratschläge bezüglich einer aus seiner Sicht gesunden Ernährung erteilt hatte und diese dadurch an Gewicht verloren und der Cholesterinspiegel zudem gesunken war, entschloss er sich zur Herausgabe des gleichnamigen Buches. Diese Form der Diät basiert auf dem so genannten glykämischen Prinzip. Je niedriger der glykämische Wert des Lebensmittels gemäss des Indexes liegt, desto bevorzugte kann es in den Speiseplan mit einbezogen werden. Nahrungsmittel mit einem niedrigen glykämischen Wert sind beispielsweise Obst, Salate, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte. Auf Lebensmittel wie Produkte aus weissem Mehl (Nudel, Weissbrot), Süsses oder auch auf Kartoffeln sollte weitestgehend verzichtet werden. Tierische Fette, Ausnahme Fischöl, sollten ebenso aussen vor bleiben. Daneben sind pflanzliche Öle (Native Olivenöle, Rapsöl) und Nüsse mit hohem Fettgehalt (Walnüsse, Para Nüsse) erlaubt. Dieses entspricht dem glykämischen Prinzip, nach dem nur Kohlenhydrate aufgenommen werden sollten, die den Blutzuckerspiegel nicht schnell ansteigen lassen. Dadurch soll das übliche Hungergefühl ausgebremst werden.

Die drei Phasen bei der South Beach Diät

Zu Beginn der South Beach Diät beginnt für die Teilnehmer der härteste Abschnitt bei dieser Fastenkur. In der ersten Phase, die 14 Tage andauern soll, sollten dem Körper so gut wie keine Kohlenhydrate zugeführt werden. Hier sollte man sich auch nur in völlig gesundem Zustand anschliessen, denn Menschen mit einem zu hohen Harnsäureanteil (Gichtgefahr) oder mit Problemen der Nieren sollten darauf verzichten oder zwingend einen ärztlichen Rat einholen.
Während der ersten Phase sind drei Hauptmahlzeiten sowie drei Snacks erlaubt. Die Hauptportionen sollen hierbei ausreichend gross sein, damit kein Hungergefühl geweckt wird. Vor allem sollten hier Fisch, Magermilchprodukte und Vollwertprodukte (ohne Kohlenhydrate) verzehrt werden. Auf Obst und Gemüse mit hohem Zuckeranteil (Banane, Melone), Brot, Nudel und Reis sollte vollständig verzichtet werden. Auch Süsses ist verboten. Diese Form bedeutet für einen Körper, der herkömmlich ernährt wurde, eine sehr grosse Umstellung, so dass es für viele Teilnehmer sich zum Teil problematisch gestalten wird, diese erste Phase von 14 Tagen zu überstehen. Bei strikter Einhaltung sollten hierbei etwa 4-8 Kilogramm an Körpergewicht reduziert werden können.
Im nächsten Abschnitt sind neben den bereits in der Phase eins erlaubten Nahrungsmitteln nun auch „positive“ Kohlenhydrate erlaubt, die zuvor ausdrücklich verboten waren. Dazu zählen Nüsse, Vollkornbrot, Gemüse und auch nahezu alle Obstsorten. Untersagt bleiben Weissmehlprodukte, Kartoffeln, Reis und Süsses. Diese Phase sollte bis zum Erreichen des Wunschgewichtes durchgehalten werden. In der Folge dürfen nun auch wieder weitere Kohlenhydrate in den Speiseplan aufgenommen werden, bei denen es sich jedoch um „gute Kohlenhydrate“ nach dem glykämischen Index handeln sollte. Süssigkeiten und Weissmehlprodukte bleiben verboten. Diese Ernährungsform kann nun das ganze Leben andauern (Phase 3). Sollte es zu Gewichtszunahmen kommen, wird zunächst die Zufuhr der Kohlenhydrate wieder beschränkt. Steigt das Gewicht, sollt man über einen Neustart mit Phase eins nachdenken.

Erfolge und Risiken

Durch die South Beach Diät wird man insbesondere zu Beginn sicherlich schnelle Erfolge erzielen und an Gewicht verlieren. Das lästige Kalorienzählen entfällt vollständig, sofern man sich strikt an die Anweisungen hält. Durch den hohen Anteil an Gemüse und Obst sowie Fisch und magerem Fleisch ist nach der Phase drei sicherlich von einer ausgewogenen Ernährung zu sprechen.
Insbesondere während des ersten Abschnittes werden dem Körper jedoch lebenswichtige Nährstoffe zumindest für die Dauer von 14 Tagen entzogen. Ballaststoffe und Vitamine fehlen nahezu gänzlich. Ebenso wird die sportliche Aktivität bei dieser Diät nicht besonders beachtet. Aufgrund dieser Tatsachen können Schädigungen der körperlichen Organe sowie Unwohlsein nicht ausgeschlossen werden.