Trennkost Diät

Trennkost Diät
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Die Trennkost Diät ist eine sehr verbreitete Form der Fastenkuren, bei denen es zwar mittlerweile durchaus Varianten gibt, die jedoch vom Prinzip her eine Basis besitzen: Die gleichzeitige Aufnahme von Kohlenhydraten und Proteinen (Eiweissen) ist nicht erlaubt und zudem gesundheitsschädlich. Zumindest wenn die Teilnehmer der Trennkost Diät den Aussagen des Begründers dieser Diätform, Dr. Howard Hay, folgen. Als zweites grundlegendes Prinzip sollten die täglichen Mahlzeiten vorrangig (75%) aus Obst, Salat und Gemüse bestehen, da diese im Körper keine Säure, sondern vielmehr Basen bilden. Säure bildende Produkte wie Milch, Käse, Fleisch oder Fisch sollten demnach nur etwa ein Viertel der Nahrungskette ausmachen. Insbesondere für Neueinsteiger der Trennkost Diät ist diese eine oftmals nicht nachvollziehbare Regel. Aufgrund dieser Kritik seitens einer Vielzahl von Teilnehmern findet dieses zweite Prinzip auch auf zahlreichen Online Portalen kaum Anwendung oder kaum eine nennenswerte Erwähnung.

Die Idee des Howard Hay

Nach Meinung von Howard Hay entstehen beispielsweise Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes aber auch Übergewicht unter anderem auch dadurch, wenn der menschliche Organismus übersäuert. Dadurch würden diese Überschüsse im Körper eingelagert und es entsteht das unerwünschte Übergewicht. Um ein entsprechendes Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen zu erlangen, hat Hay die vorgenannten Richtlinien benannt, von denen die strikte Trennung von Eiweissen und Kohlenhydraten die wichtigste und erfolgreichste sein soll. So sind beispielsweise Wurst– und Fleischsorten aber auch Hülsenfrüchte, die sowohl Eiweisse als auch Kohlenhydrate enthalten, zur Trennkost Diät ungeeignet und daher nicht erlaubt. Neben den so genannten Eiweiss– und Kohlenhydraten-Gruppen teilte Hay Salate, Öle und Gemüse zudem noch in neutrale Nahrungsmittel ein, die als Beilagen zu den Mahlzeiten immer zugeführt werden können. Würde man dieses Prinzip in der heutigen Zeit strikt befolgen, so kämen Speisen wie Pommes Frittes und Currywurst oder Spaghetti Bolognese nie wieder gemeinsam auf den Teller. Nach Hay würden durch eine Kombination dieser Lebensmittel schädliche Säuren entstehen, da Kohlenhydrate und Proteine nicht gleichzeitig vom menschlichen Körper verdaut werden könnten. Aus diesem Grunde müsse daher automatisch die Fettbildung erfolgen, die dann zu Übergewicht führt.

Die wissenschaftliche Meinung zur Trennkost Diät

Nach Meinung von Wissenschaftlern ist bereits die Behauptung, dass sich durch die gleichzeitige Aufnahme von Kohlenhydraten und Proteinen schädlich Säuren im Organismus einlagern wissenschaftlich nicht belegt. Vielmehr werden diese Säuren, die zweifelsohne auch gebildet werden, keinesfalls eingelagert, sondern zumeist auf natürlichem Weg ausgeschieden oder neutralisiert. Somit gilt es im Grunde auch bewiesen, dass der menschliche Körper sehr wohl zugleich sowohl Kohlenhydrate als auch Eiweisse verdauen kann. Auch die Balance von Basen und Säuren dürfte daher auch nicht gestört werden.
Die von Hay beschrieben Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes oder auch Herzerkrankungen sind daher auch nicht auf die gleichzeitige Zufuhr von Kohlenhydraten und Proteinen zurückzuführen. Dieses dürfte vielmehr darin begründet liegen, dass mehr Kalorien zugeführt als verbraucht werden und keine ausreichende tägliche körperliche Aktivität vorgenommen wird. Das grundlegende Prinzip der Trennkost Diät und die Idee von Hay sind somit widerlegt.

Medizinische Bewertung der Trennkost Diät

Diese Ernährungsform ist vom Prinzip her im Rahmen einer Ernährungsumstellung durchaus geeignet, sich dauerhaft gesund zu ernähren. Da hier bis zu 75% der Nahrungsaufnahme aus Obst, Gemüse und Salaten sowie ballaststoffreichen Produkten bestehen sollte, wird der Körper mit den lebenswichtigen Nährstoffen versorgt. Zudem werden hier wenig tierische Fette aufgenommen, so dass auch dadurch die Gefahr von Herz– und Kreislauferkrankungen sowie Diabetes nicht gegeben ist. Zudem wird man auch hierbei sicherlich nachhaltig an Gewicht verlieren, da Obst und Gemüse wenige Kalorien haben und daher nicht nur gesund sind, sondern auch zum Fettabbau geeignet sind.